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Corona-Virus lähmt das Leben in Peru



"Wir haben mehr Angst vor dem Verhungern als vor dem Virus!"

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Wie schaffen wir das nur?


Das Leben der Menschen in Peru besteht aus unzähligen Herausforderungen. Kaum scheint eine Krise überstanden, bricht die nächste Katastrophe über sie herein. Die aktuelle Gefahr des Corona-Virus umspannt die ganze Welt - und trifft die Schwächsten, wie die vielen Familien in Piura, einer der ärmsten Provinzen im Norden Perus, wieder einmal mit am stärksten.


Ein funktionierendes Gesundheitssystem kann Peru nicht bieten. Für die ca. 30 Mio. Einwohner stehen ca. 500 Intensivplätze mit Beatmung zur Verfügung - und diese befinden sich in größeren Städten; für unzählige Menschen in einem Land der dreifachen Größe Deutschlands also unerreichbar.


Die Bevölkerung lebt in großer Angst und die Regierung greift mit harten Auflagen durch: 

Quarantäne für alle seit Ende März, absolute Ausgangssperre ab 16 Uhr und Militär in allen Straßen, um dies zu kontrollieren. Es gab bereits Aktionen der Desinfektion der Straßen und das Einkaufen auf dem Markt wird zum Desaster, denn es bilden sich unendliche Schlangen - der Einlass wird reglementiert.


Trotz all dieser Maßnahmen steigen die Fallzahlen kontinuierlich. Schulen bleiben weiter geschlossen, Unterricht erfolgt über das Fernsehen und für die meisten Familien bricht das Einkommen weg, denn sie können ihrer Arbeit als Tagelöhner nicht mehr nachgehen. Auf Erspartes können die meisten nicht zurückgreifen. Das Einkommen reicht normalerweise gerade so zum Überleben.


Die Angst vor dem Verhungern ist also größer als die Sorge um das Virus. Der Staat verteilt Notfallgutscheine, doch diese erreichen nicht alle Familien. Die Situation ist äußerst prekär.



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Dank deutscher Spenden kann CANAT helfen!


Es ist, als habe Gott einen Engel geschickt: dank der Spenden konnte CANAT schnell reagieren und Lebensmittel an die Familien verteilen, welche bei staatlichen Hilfen nicht berücksichtigt wurden. Sogar ein lebendiges Huhn haben sie erhalten! 


Kinder von ca. 300 Familien nehmen normalerweise an den Programmen von CANAT teil. Eine riesige Herausforderung, die es zu bewältigen gilt, denn mit jedem weiteren Tag ohne Lohn verschärft sich die Lage für die Familien. Darüber hinaus beeinträchtigen die Ausgangssperren auch die Arbeit der Mitarbeiter von CANAT. 


Doch sie sind es gewohnt, zu kämpfen und lassen nicht nach, mit den Familien in Kontakt zu stehen, sie psychologisch zu betreuen und ihr Überlegen zu sichern. All dies finanziell leisten zu können, bringt weitere Sorgen mit sich. 


Vielen Dank von Herzen


* für alle Spenden, welche genau zum richtigen Zeitpunkt kamen, um in dieser Situation sofort reagieren und helfen zu können.

* an alle, die auch weiterhin an die "manitos" denken und sie unterstützen!


Wie schön zu sehen, dass die Welt zusammensteht!


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El sol sale para todos - Die Sonne geht für alle auf 


Das wünschen die kleinen "manitos" der Welt in einer Zeit, in der nichts mehr ist, wie es war! Dabei strahlen ihre Gesichter so viel Zuversicht aus - und das, obwohl sie ihre Spielgefährten in der Ludoteca (Kinderbetreuung) von CANAT so sehr vermissen. Die seit März vom Staat verhängte Ausgangssperre bindet sie förmlich ins Haus, in dem sich auf engstem Raum nicht selten acht bis zehn Personen ein "Zuhause" teilen. Und so manches Bäuchlein verspürt in diesen Tagen besonders Hunger denn ohne zur Arbeit gehen zu können fehlt das Geld für das Nötigste - die Grundversorgung mit Lebensmitteln!


Doch CANAT lässt die Familien nicht allein. Neben den Lebensmittel-Hilfspaketen versorgen sie die Menschen auch mit der Gewissheit, sie mit der Situation mental nicht alleine zu lassen.


Die Kinder erhalten regelmäßig Aufgaben und Ideen zur Tagesgestaltung geschickt. So durfte jede/r eine Sonne gestalten und diese hinaus in die Welt schicken - zu allen, die sie brauchen.


Sie bedanken sich damit auch für all die Hilfe, die sie durch Spenden erfahren dürfen, um in dieser schwierigen Zeit den Mut nicht zu verlieren!

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Auch vor dem Fischerstädtchen "La tortuga" macht das Virus nicht halt!


Es scheint, als könnte das Virus Gabi, der Direktorin von CANAT, keine Grenzen setzen. Ihr Engagement und Ihr unermüdlicher Einsatz lassen einem beinahe den Atem stocken. Für die Kinder in "La tortuga" bringt sie sich seit vielen Jahren privat ein und lässt sie selbstverständlich auch jetzt nicht im Stich.


Trotz der Ausgangssperren schafft sie es, den Familien im abgeschnittenen Städtchen direkt am Pazifik eine Ration Reis, Öl, Nudeln, Hülsenfrüchte, Thunfischdosen - und sogar ein Huhn - zukommen zu lassen.


Ja, vielleicht haben auch die kleinen "manitos" dabei geholfen - denn:


Die Sonne geht für alle auf!