Blog 2025

Verena Engert

Mein Engagement

als Jesuit Volunteer in Peru

Von August 2018 bis August 2019 durfte ich als Jesuit Volunteer die Kinder im Projekt CANAT in Piura/ Peru begleiten.


Das Leben mit den Kindern hat mich derart bewegt und nicht losgelassen weshalb ich im März 2023 noch einmal zurückgekehrt bin, um ein weiteres Jahr ein Stück ihres Lebensweges mit ihnen zu gehen.


Und nun - seit Juli 2025 - setzt sich "meine Mission" ein drittes Mal fort, denn für die Kinder im Fischerstädtchen "La tortuga" wird ebenfalls ein Ort entstehen, an dem ihre kleinen Händchen nicht arbeiten müssen, sondern spielen und lernen dürfen.


Auf dieser Seite berichte ich über das Projekt CANAT und meine Arbeit sowie über das Leben in Peru mit all seinen Facetten.


Mich weiterhin für die Zukunft der "kleinen arbeitenden Händchen" (manitos) einzusetzen

ist mir ein Herzensanliegen!


Alleine schaffen sie es nicht, der Armut zu entkommen um ein Leben ohne Hunger und Perspektivlosigkeit zu führen. 


Muchas gracias - vielen Dank für jedes einzelne Zeichen der Unterstützung!



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Das Bewusstsein eines wohlverbrachten Lebens

und die Erinnerung vieler guter Taten

sind das größte Glück auf Erden.


Marcus Tullius Cicero

Das Projekt "CANAT"


Centro de Apoyo a Niños y Adolescentes Trabajadores

(Hilfszentrum für Kinder und Jugendliche, die arbeiten)


Piura im Norden Perus ist eine der ärmsten Regionen des Landes. Mit der Hoffnung, Arbeit zu finden, ziehen die Menschen in die Städte. Doch ihre Träume werden in den meisten Fällen enttäuscht. Die Eltern können mit ihrem geringen Einkommen die Familie nicht ernähren. Deswegen müssen auch die Kinder früh zum Unterhalt beitragen. Zum Teil sind sie da gerade einmal fünf Jahre alt. Viele können deswegen die Schule nicht beenden. Wegen der Armut können sie sich auch keine Ausbildung leisten. Ungelernt arbeiten die meisten Kinder schwer. Sie sind Hilfsarbeiter in Läden und Restaurants oder Müllsortierer auf den Müllhalden.


Hauptziel von CANAT ist es, benachteiligten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine grundlegende Schulbildung oder eine fundierte Ausbildung zu ermöglichen und sie gleichzeitig vor Ausbeutung im Kontext von Kinderarbeit zu schützen.


Hierfür konzentriert sich CANAT auf zwei Zonen - die Stadt mit ca. 500.000 Einwohnern und den campo, also das Umland wo die Menschen meist mit ihren Tieren zusammen leben und ihren Unterhalt aus der Landwirtschaft bestreiten. In einem etwas entlegenen Viertel der Stadt wurde ein Zentrum installiert, in dem ca. 100 Kinder und Jugendliche am Nachmittag betreut und in ihrer Entwicklung gestärkt werden. 

Weitere über 200 junge Menschen im campo werden in staatliche Ausbildungsprogramme vermittelt, um auch ohne Schulabschluss eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten. 


Sie alle eng zu begleiten und ihnen psychologisch beizustehen ist eine weitere Kernaufgabe von CANAT. Die Familien leben in extremer Armut, die Kinder sind zum Teil Gewalt ausgesetzt, schwere Erkrankungen von Familienmitgliedern sind weitere fundamentale Probleme und es ist keine Seltenheit, dass die Kinder bei Verwandten aufwachsen, da sich die Eltern nicht um sie kümmern (können).


CANAT verfolgt nicht nur das Ziel, die Kinderarbeit abzuschaffen. Das Sozialprogramm leistet viel mehr, damit die investierte Arbeit auch langfristig Früchte trägt. Deswegen werden die Ursachen und Auswirkungen von Kinderarbeit erfasst und möglichst ganzheitlich behoben. Gerade deswegen ist es beispielsweise wichtig, dass nicht nur mit den Kindern und Jugendlichen zusammengearbeitet wird, sondern auch ihre Familien mit in die Arbeit einbezogen werden. So werden Kinder und Jugendliche gestärkt und erhalten bessere Aussichten für ihre eigene Zukunft. Zurzeit kümmert sich das Zentrum um mehr als 300 Kinder und Jugendliche.


Weitere Informationen unter

https://www.jesuitenmission.de/projekte/projekte-in-lateinamerika/peru/sozialprogramm-canat.html



Ganz neu werde ich zusammen mit CANAT nun eine Betreuungsstätte für die Fischerkinder in La tortuga aufbauen. Das Konzept richtet sich an den schon vorhandenen Programmen für die Kinder in der Stadt Piura aus. Die Lebensbedingungen der Familien in La tortuga unterscheiden sich jedoch deutlich, wie meinem ersten Bericht zu entnehmen ist. 


Hier werde ich ab dem ersten Schritt in den ganzen Werdegang und später auch in die Arbeit mit den Kindern mit Wort und Bild Einblick geben. 



DANKE für jede Unterstützung



Spendenkonto zur Finanzierung der Arbeit von CANAT:


Empfänger: Jesuitenmission

IBAN: DE61 7509 0300 0005 1155 82 (Liga Bank)

BIC: GENO DEF1 M05


Verwendungszweck: X79300 CANAT




Spendenkonto zur Finanzierung des neuen Projekt in La tortuga:


Empfänger: Amigos de CANAT

IBAN: DE58 4306 0967 1309 7673 00 (GLS Bank)

BIC: GENO DEM1 GLS


Verwendungszweck: Projekt La tortuga



Wer eine Spendenquittung möchte, kann seine Adresse in den Verwendungszweck schreiben und bekommt diese dann per Post zugeschickt.